Der Aufsichtsrat der Starnberger Kliniken hat am Donnerstag beschlossen, das Krankenhaus Penzberg als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung weiterzuführen. Er bestätigt damit den Antrag, den die Starnberger Kliniken fristgerecht zum 30. September beim Bayerischen Gesundheitsministerium eingereicht haben. Das Haus bliebe ein Krankenhaus, mit einem neuen Auftrag: stationäre Innere Medizin, eine Ambulanz täglich bis 20 Uhr und ambulante Operationen – statt Notaufnahme rund um die Uhr, Intensivstation und stationärer Chirurgie.
Ein Stuhl, in dem eine Mutter ihr beatmetes Frühgeborenes zum ersten Mal im Arm hält. Eine fahrbare Wärmelampe, die Neugeborene nach der Geburt länger auf dem Bauch der Mutter liegen lässt. Und ein Testgerät, das Eltern nach einem auffälligen Neugeborenenscreening rasch Gewissheit verschafft. Drei Anschaffungen, die auf den ersten Blick wenig verbindet – außer dem Entscheidenden: Sie helfen in den ersten Tagen des Lebens, wenn Nähe und Klarheit am meisten zählen. Ermöglicht hat sie die Hans Weber Stiftung, die die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Starnberg mit 25.000 Euro unterstützt hat.
Die Starnberger Kliniken wollen das Krankenhaus Penzberg ab Januar 2027 als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung weiterführen und beantragen dies beim Freistaat. Das Haus bliebe damit ein Krankenhaus, mit einem neuen Auftrag. Die Notaufnahme rund um die Uhr, die Intensivstation und die stationäre Chirurgie würden entfallen. Stationär behandelt würden weiterhin Patientinnen und Patienten der Inneren Medizin, einschließlich einer altersmedizinischen Grundversorgung. Eine Ambulanz soll täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein, und im bisherigen OP-Bereich soll ein ambulantes Operationszentrum entstehen. Über das Vorhaben entscheidet Anfang Oktober der Aufsichtsrat der Starnberger Kliniken.
Die Einlagen landen unauffällig zwischen Zahnpasta und Duschgel im Einkaufswagen. Vor dem Ausflug wird die Route nach Toiletten geplant, und beim Hausarzt kommt das Thema nie zur Sprache. Wer ungewollt Urin oder Stuhl verliert, schweigt oft lieber, manchmal über Jahre. Dabei gibt es in der Region eine spezialisierte Anlaufstelle: Im Beckenbodenzentrum Starnberg-Penzberg arbeiten Gynäkologie, Urologie und Enddarmchirurgie zusammen. Das Zentrum ist jetzt zum zweiten Mal als Komplexversorger zertifiziert worden, auf der höheren von zwei möglichen Stufen.
Wann muss die Schilddrüse wirklich operiert werden?
Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat Veränderungen an der Schilddrüse – oft, ohne es zu wissen. Die allermeisten davon sind harmlos. Trotzdem löst ein Knoten bei vielen Menschen dieselbe Frage aus: Muss das raus? Am Donnerstag, 24. September 2026, um 18 Uhr geht Maroof Sayeed Shah, Oberarzt für Endokrine Chirurgie am Klinikum Starnberg, im Casino des Klinikums genau dieser Frage nach. Sein Vortrag „Zwischen Überfunktion, Knoten und Krebsverdacht: Wann operieren wir die Schilddrüse?“ ist Teil der Vortragsreihe der Starnberger Kliniken.
Wer im Landkreis Starnberg zur Welt kommt, wer nachts in die Notaufnahme muss oder nach einem Sturz operiert wird, tut das meist in einem Haus der Starnberger Kliniken. Mehr als 33.000 Behandlungen in den Notaufnahmen, über 3.000 Geburten im vergangenen Jahr – und hinter jeder einzelnen dieser Zahlen stehen Menschen, die diesen Beruf irgendwann gelernt haben. In diesen Wochen fangen 95 von ihnen damit an.
Das Klinikum Starnberg ist als Regionales TraumaZentrum zertifiziert. Was das im Ernstfall bedeutet – und warum die meisten Schwerverletzten nicht von der Autobahn kommen.
Er hat weiches Fell, passt in eine Kinderhand und übernimmt eine Aufgabe, die kein Medikament leisten kann: Er tröstet, wenn es wehtut, wenn Blut abgenommen werden muss oder wenn ein Kind einfach Angst hat vor dem, was kommt. 150 solcher Trösterbären hat die Kinderklinik des Klinikums Starnberg jetzt neu erhalten – gespendet von Angela und Michael Gräff aus Starnberg, die den Scheck über 1.500 Euro gemeinsam mit ihrem Sohn Benjamin auf der Kinderstation übergaben.
Ludwig weint, hustet und hat Schluckauf. Wer ihn mit dem Stethoskop abhört, hört Herztöne und Atemgeräusche – gesunde oder auffällige, je nachdem, was am Tablet eingestellt ist. Ludwig ist der neue Säuglingssimulator im Skills Lab, dem Übungsbereich der Pflegeschulen Starnberg: eine lebensechte Trainingspuppe, an der angehende Pflegefachkräfte den Umgang mit den Kleinsten erlernen. Rund 19.000 Euro hat die Anschaffung gekostet. Finanziert wurde sie gemeinsam vom Freundeskreis und Förderverein Krankenhaus Seefeld e.V., der 7.500 Euro beisteuerte, und vom Freundeskreis des Klinikums Starnberg, der den übrigen Betrag übernahm. Auch der runde Geburtstag von Landrat Stefan Frey spielt eine tragende Rolle. Aber der Reihe nach.
In Zeiten, in denen bundesweit über den Fachkräftemangel in der Pflege diskutiert wird, hat der Landkreis Starnberg am Donnerstag 39 Antworten bekommen: Im Vortragssaal des Klinikums Herrsching feierten die Pflegeschulen der Starnberger Kliniken die Abschlüsse ihrer Jahrgänge – 24 Absolventinnen und Absolventen der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung und 15 der einjährigen Krankenpflegehilfe. Für die Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe war es eine Premiere: Der erst im September 2025 gestartete Ausbildungsgang brachte nun seinen ersten Jahrgang ins Ziel.
„Kommunen fangen nicht unbegrenzt auf, was der Bund fallen lässt"
Statement von Landrat Stefan Frey zum heutigen Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes
„Der Bundestag hat heute ein Gesetz beschlossen, das Stabilisierung im Namen trägt – und Stabilität genau dort abbaut, wo sie am wenigsten verzichtbar ist: in der medizinischen Versorgung vor Ort. Berlin entlastet die eigene Bilanz, und die Rechnung geht an die Kliniken, ihre Beschäftigten und die Landkreise, die für die Versorgung geradestehen. Das ist keine Sparpolitik. Das ist eine Lastverschiebung nach unten – und sie trifft nicht Strukturen, sie trifft Menschen.
Kaum ist die historische Hitzewelle abgeklungen, kündigt der Deutsche Wetterdienst die nächste an: Für die kommenden Tage werden erneut Temperaturen um und über 30 Grad erwartet. Ein guter Moment für ein Gespräch mit Dr. med. Guylène Keyl, Ärztliche Leiterin Notfallmanagement an den Starnberger Kliniken.
Ein kurzer Moment genügt: Das Herz schlägt schneller, stolpert vielleicht, fühlt sich für einen Augenblick fremd an. Die meisten kennen das. Oft steckt nichts Bedrohliches dahinter. Manchmal aber lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Millimeterarbeit am Hals: Starnberger Chirurg erreicht europäischen Spitzentitel
Es ist eine der anspruchsvollsten Prüfungen, die ein Chirurg in seinem Fachgebiet ablegen kann – und Maroof Sayeed Shah von der Klinik für Endokrine Chirurgie am Klinikum Starnberg hat sie bestanden. Mitte Mai stellte er sich in Genf einem internationalen Prüfungsgremium und darf nun den Titel „Fellow of the European Board of Surgery in Neck Endocrine Surgery" führen.
Darmkrebs-Vorsorge: Unangenehm im Kopf – beruhigend fürs Leben
Rund 55.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Darmkrebs – und doch gehört die Darmkrebsvorsorge zu den Terminen, die viele am liebsten verschieben. Dabei ist sie eine der wenigen Untersuchungen, die eine Erkrankung nicht nur früh erkennt, sondern oft sogar verhindert. Im Rahmen der Vortragsreihe der Starnberger Kliniken erklärt Dr. med. Nina Laura Bocci, Internistin am Klinikum Starnberg, was Vorsorge heute leistet – und warum die größte Hürde meist nicht medizinisch, sondern psychologisch ist.
Ein ungewolltes Tröpfeln beim Lachen, ein Druckgefühl nach langem Stehen, der ständige Weg zur Toilette: Beschwerden rund um den Beckenboden gehören zu den häufigsten und zugleich am seltensten ausgesprochenen Gesundheitsproblemen. Schätzungen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zufolge sind in Deutschland rund zehn Millionen Menschen von Inkontinenz betroffen – Frauen wie Männer, junge wie alte. Anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche vom 15. bis 21. Juni 2026 lädt das zertifizierte Beckenbodenzentrum Starnberg – Penzberg deshalb zu einem Patiententag ein.
Bornavirus: „Das Risiko beginnt oft mit einem trockenen Besen“
Ein Gespräch mit Prof. Dr. med. Peter Rupp, Facharzt für Innere Medizin, Klinische Akut- und Notfallmedizin am Klinikum Starnberg, über das Bornavirus – und warum Vorsicht im Alltag meist wichtiger ist als Angst
Rund 200 Kilogramm Kronkorken und Metallverschlüsse haben Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher der Starnberger Kliniken in den vergangenen Monaten gesammelt. Jetzt wurden die Spenden am Klinikum Starnberg an die bundesweite Initiative „Aktion Pfötchen“ übergeben, die Ausbildung von Therapiehunden für ehemalige und aktive Soldatinnen und Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) unterstützt.
Eine Woche lang Berlin. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesgesundheitsministerium, Bundesagentur für Arbeit, Charité, Goethe-Institut. Strategiepapiere und Recruitingmodelle. Am vergangenen Freitag endete die Deutschlandreise einer Delegation aus Indien, Indonesien und den Philippinen an einem anderen Ort: in Starnberg, in einem kommunalen Klinikverbund.