Beckenboden: Ein Tabuthema – dabei kann man viel tun
Viele Frauen kennen die Beschwerden, doch nur wenige sprechen darüber: Probleme mit dem Beckenboden, etwa nach Schwangerschaft und Geburt oder im Laufe des Lebens. Dabei erfüllt diese Muskelgruppe eine zentrale Aufgabe: Sie stabilisiert den Rumpf, hält Organe an ihrem Platz und spielt eine wichtige Rolle für Kontinenz und Lebensqualität.
Erst wenn Beschwerden auftreten, rückt diese oft unterschätzte Muskelgruppe ins Bewusstsein – nicht selten begleitet von Unsicherheit oder Scham. Dabei sind Beckenbodenprobleme weit verbreitet und in vielen Fällen gut behandelbar.
„Der Beckenboden ist eine zentrale Stützstruktur unseres Körpers“, erklärt Dr. med. Maria Biersack, Oberärztin und Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Wenn Muskeln und Bindegewebe geschwächt sind, kann es zu Senkungsbeschwerden oder Blasenproblemen kommen. Häufig spielen Schwangerschaft und Geburt eine Rolle, aber auch altersbedingte Veränderungen. Wichtig ist: Es gibt heute viele Möglichkeiten, gezielt etwas dagegen zu tun.“
Im Rahmen der medizinischen Vortragsreihe der Starnberger Kliniken gibt Dr. Biersack einen verständlichen Überblick über Ursachen, Risikofaktoren und moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Beckenbodenbeschwerden. Neben konservativen Maßnahmen wie gezieltem Beckenbodentraining werden auch aktuelle operative Verfahren vorgestellt, die individuell auf die Situation der Patientinnen abgestimmt werden können.
Ziel des Abends ist es, medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln und zugleich dazu zu ermutigen, offener über ein Thema zu sprechen, das viele betrifft – aber noch immer selten angesprochen wird.
Vortrag: Beckenboden: Ein Tabuthema – dabei kann man viel tun
Wann: Donnerstag, 19. März 2026, 18 Uhr
Wo: Casino am Klinikum Starnberg an der Oßwaldstraße
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.