Wenn die Gallenblase Probleme macht – wann Abwarten
reicht und wann eine OP sinnvoll ist
„Gallensteine sind weit verbreitet, vor allem mit zunehmendem Alter. Nicht jeder Stein macht Beschwerden, und nicht jede Diagnose bedeutet automatisch eine Operation“, sagt Elena Calderon Perez, Oberärztin und Fachärztin für Viszeralchirurgie am Klinikum Herrsching. „Entscheidend ist, ob Symptome auftreten – und wie stark sie den Alltag beeinträchtigen.“
In Deutschland wird die Gallenblase jährlich bei etwa 175.000 bis 200.000 Menschen operativ entfernt, meist wegen schmerzhafter Gallensteine. Doch der richtige Zeitpunkt für eine Behandlung ist oft unklar: Abwarten oder handeln? Medikamente, Ernährung – oder doch operieren? Im Rahmen der medizinischen Vortragsreihe der Starnberger Kliniken erklärt Elena Calderon Perez, wie Gallensteine entstehen, welche Beschwerden typisch sind und wann eine Therapie notwendig wird.
„Wenn die Gallenblase wiederholt Entzündungen verursacht oder starke Schmerzen auslöst, ist die operative Entfernung ein bewährtes und sicheres Verfahren“, sagt Calderon Perez. „Gleichzeitig gilt: Wer keine Beschwerden hat, muss in der Regel nicht operiert werden.“ Der Vortrag bietet Raum für Fragen und soll vor allem Orientierung geben. „Wissen hilft, Ängste zu nehmen und gemeinsam eine gute Entscheidung zu treffen“, sagt die Oberärztin.
Vortrag: „Die Gallenblase – Was tun, wenn man steinreich ist?“
Wann: Donnerstag, 15. Januar 2026, 19 Uhr
Wo: Vortragssaal, Klinikum Herrsching | Schindlbeck, Seestraße 43