Wenn die Niere schweigt – wie frühes Handeln Leben rettet
„Die Niere ist ein stilles Organ“, erklärt Dr. Alexander Holderied, Leiter der Nephrologie am Klinikum Starnberg. „Sie beschwert sich nicht – selbst dann nicht, wenn sie bereits auf halber Kraft arbeitet.“ Genau das mache die chronische Nierenschwäche so tückisch: „Viele Menschen kommen erst zu uns, wenn die Nierenfunktion bereits stark eingeschränkt ist. Dabei könnten wir in frühen Stadien sehr viel auffangen.“
Im Rahmen der Vortragsreihe der Starnberger Kliniken erläutert Holderied am Donnerstag, 11. Dezember 2025, um 19 Uhr im Casino des Klinikums Starnberg an der Oßwaldstraße, wie sich Nierenerkrankungen heutzutage zuverlässig erkennen lassen – etwa durch einfache Blut- und Urintests. Ebenso zeigt er auf, welche modernen Therapieansätze das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können. Dazu zählen individuell eingestellte Medikamente, eine konsequente Blutdruckbehandlung, angepasste Ernährung und der enge Austausch zwischen Hausärztinnen, Hausärzten und spezialisierten Nierenzentren.
„Unser Ziel ist immer klar: eine Dialyse möglichst vermeiden oder so lange wie möglich hinauszögern“, sagt Holderied. Dabei sei es kein Geheimnis, dass Lebensstil, gute Vorsorge und rechtzeitige Therapie enorm viel bewirken können. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Die Niere ist anspruchslos – geben wir ihr früh genug ein bisschen Aufmerksamkeit, dankt sie es uns mit jahrzehntelanger Treue.“
Vortrag: „Chronische Nierenschwäche – Fortschreiten abbremsen, Dialyse verhindern“
Wann: Donnerstag, 11. Dezember 2025, 19 Uhr
Wo: Casino am Klinikum Starnberg an der Oßwaldstraße